KVM vs. OpenVZ

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Bei vServern gibt es 2 gebräuchliche Virtualisierungen KVM und OpenVZ.

OpenVZ

Bei OpenVZ handelt es sich um keine "richtige" Virtualisierungslösung bei der ein ganzer Server virtualisiert wird. Bei OpenVZ werden die Gastsysteme als "Container" angelegt welche große Teile des Hostsystems mit benutzen.
OpenVZ Container sind also sehr stark vom Host abhänging, der Kunde hat hier nicht die Möglichkeit eigene Kernel einzusetzen. Auch nutzt der Container einige Bibiotheken direkt vom Host un dist hier z.B. bei Sicherheitsupdates vom Host abhängig.
Zum anderen wird bei OpenVZ die Hardware direkt genutzt, so teilen sich alle Gastsysteme z.B. den Ram, eine feste Zuordnung findet hier nicht statt. So kann man auf einem Host mit 32GB Ram z.B. 50 Gastsysteme mit jeweils 1GB Ram betreiben. So lange der RAM nicht beansprucht wird, ist alles gut, wollen aber die Gastsysteme aber gleichzeitig ihren 1GB RAM nutzen leidet die Leistung extrem.

KVM

KVM ist eine jüngere Virtualisierungstechnik. Der größte Vorteil bei der Virtualisierung mit KVM ist das der Kunde völlig unabhängg vom Hostsystem ist. Wenn er möchte kann er eigene Kernel installieren oder ganz andere Betriebsysteme (z.B. ein Windows Betriebssystem auf einem Linux Host). Aus diesem Grund werden KVM virtualisierte Server auch oft als Root Server angeboten.
Die Hardwareverteilung, wie z.B. der Arbeitsspeicher, geschieht fest. Wenn auf einem Host mit 32GB Ram ein KVM Gastsystem mit 1GB Ram läuft hat das Hostsystem nur noch 31GB zur Verfügung egal ob das Gastsystem seinen GB gerade benötigt oder nicht. Hier spricht man dann auch von einem Garantierten Arbeitsspeicher, diesen Ram kann Ihn kein anderes Gastsystem wegnehmen. Aus diesem Grund sind KVM Systeme aber auch oft etwas teurer als vServer auf OpenVZ Basis, da der Hoster hier einfach anders kalkulieren muss.